Wie sieht es bei Ihnen aktuell aus?

Haben Sie eine asphaltierte Parkfläche, eine streng geschnittene Kirschlorbeerhecke oder einen Zierrasen?

Lassen Sie sich inspirieren, wie Sie diese Flächen in blühende Oasen und ökologisch wertvolle Flächen umwandeln können.

 

So? (Zierrasen?)

oder so? (oder Blumenwiese?)


Gefällt Ihnen die bunte Blumenwiese? Sie ist nur eine der Möglichkeiten, wie sie Ihren Zierrasen aufwerten können. 

Vielleicht möchten Sie beobachten, wie eine steinige Landschaft mit jedem Jahr farbiger blüht? Dann ist die Ruderalfläche das Richtige für Sie. Oder Sie möchten die Wiese mit anderen Elementen ergänzen. Wie wäre es mit einem Kleingewässer? Mit einem Krautsaum bilden Sie den natürlichen Übergang von einer Wiese zur Wildhecke nach. Natürlich können Sie diese Elemente mit Kleinstrukturen wie Asthaufen, Steinhaufen, Sandlinsen oder sogar einer Trockenmauer kombinieren. Dadurch bieten Sie den Bewohnern Ihrer Wiese auch gleich die nötigen Verstecke.

 

So? (Bodendecker?)

oder so? (einheimische Blütenstauden?)


Die meisten Rabatten sind mit eintönigen Bodendeckern begrünt, oder sie werden aufwändig mehrmals pro Jahr mit teuren Blumen bepflanzt. Dabei gibt es einfachere, spannendere und erst noch ökologischere Alternativen. Sie können mehrjährige einheimische Blütenstauden pflanzen, oder einjährige Ackerbegleitflora. Einjährige Ackerbegleitpflanzen werden nicht jedes Jahr gepflanzt, sondern die reifen Samen fallen zu Boden und keimen dort. Natürlich können Sie auch ein- und mehrjährige Pflanzen mischen. Das einzige, was Sie tun müssen, ist das Entfernen von unerwünschten Problempflanzen (Neophyten). Ansonsten dürfen Sie schauen und staunen!

 

So? (Formhecke?)

oder so? (oder Wildhecke?)


Wie viel abwechslungsreicher ist doch die Wildhecke mit einheimischen Sträuchern, welche ausserdem Nahrungsquelle für Insekten und Vögel sind. Noch besser, wenn Sie in der Nähe in einem Baum einen Nistkasten aufhängen oder eine Nisthilfen für Wildbienen aufstellen.

 

So? (Versiegelter Boden?)

oder so? (oder unversiegelter Boden?)


Unversiegelte Bodenbeläge bieten viele Vorteile. Das Regenwasser versickert, statt in die Kanalisation zu gelangen. Dadurch entlasten Sie nicht nur die Kanalisation und die Kläranlage, sondern in vielen Fällen auch Ihr Portemonnaie. Und Sie helfen mit, das Grundwasser zu regenerieren, weil das versickerte Regenwasser letztlich gefiltert in den Grundwasserstrom gelangt. Bodenbeläge wie Kies oder Mergel bieten aber auch einen ganz besonderen Lebensraum. An den Rändern, welche selten befahren oder begangen werden, kann sich eine Vegetation entwickeln, welche magere Böden benötigt. Eine weitere Möglichkeit ist Schotterrasen, welcher gerne für Parkplätze verwendet wird. Der Bodenaufbau lässt ein Befahren der Fläche zu. Diese ist jedoch begrünt wie ein Blumenrasen. Werden Rasengittersteine mit einem sandigen Substrat gefüllt, schafft man die ideale Nisthilfe für bodenbrütende Wildbienen, ohne dafür extra Platz zu benötigen. Für Sitzplätze oder Gehwege in den Grünanlagen eignen sich je nach Situation Kies, Holz oder Natursteinplatten.

 

So?

oder so? (oder Sitzarena?)


Eine Sitzarena besitzt viele Vorzüge von Trockenmauern, gleichzeitig ist sie Begegnungsort für die Mitarbeitenden. Kombiniert mit einem Steintisch ist sie der ideale Ort für den Mittagslunch.

 

So? (Geometrisches Wasserbecken?)

oder so? (oder naturnaher Weiher?)


Naturnahe Gewässer sind Erholung pur! Mit einem Kleingewässer können Sie eine kleine Oase auf Ihr Firmengelände zaubern. Meist werden Sie sich für einen Weiher entscheiden. Dieser führt das ganze Jahr hindurch Wasser. Leben jedoch in Ihrer Nähe bereits Gelbbauchunken, Laubfrösche, Teichmolche oder Fadenmolche, kann es sinnvoll sein, ein Temporärgewässer zu schaffen. Weil diese Gewässer temporär austrocknen, können die Fressfeinde der Amphibien nicht überleben. Durch die Schaffung eines Temporärgewässers können Sie etwas zum Erhalt dieser gefährdeten Arten beitragen. Wichtig ist, auch bei Weihern, dass keine Fische eingesetzt werden. 

 


So? (Trostloses Flachdach?)

oder so? (oder begrüntes Flachdach?)


Die Fläche, die in der Schweiz mit Gebäuden bebaut ist, ist enorm, Im Jahr 2018 waren es über 42'000 ha. Deshalb ist es sinnvoll, soviel Natur wie möglich an Fassaden und auf die Dächer zu bringen. Dachbegrünungen sind bei ausreichender Statik und Abdichtung auch nachträglich machbar. Sie nützen nicht nur den Tieren und Pflanzen, die auf dem Dach leben, sondern dank der Wärmedämm-Wirkung auch dem Gebäudeklima. Bei sehr beschränkten Möglichkeiten, zum Beispiel bei fehlender Wurzelsperre auf dem Dach, kann mit Pflanztrögen eine Bepflanzung und Strukturierung erreicht werden. 

 

So? (Kahle Fassade?)

oder so? (oder begrünte Fassade?)


Für Fassadenbegrünungen reicht je nach meist eine kleine freie Fläche am Boden. Den Rest besorgt die Pflanze selber. Der Efeu hält sich mit seinen Haftwurzeln an der Fassade fest. Andere Pflanzen benötigen eine Klettergerüst. Die Blätter von Kletterpflanzen schützen die Fassade vor der Witterung. Sie reinigen die Luft und wirken auf das Gebäudeklima angenehm ausgleichend.

 

So? (Betonmauer?)

oder so? (oder Trockenmauer?)


Mauern können stützen oder begrenzen. Sie können Lebensraum sein oder ausgrenzen. Dort, wo wir begrenzen wollen, sollten wir die Ausgrenzung vermeiden. Wiesel klettern über eine Trockenmauer, Igel schlüpfen unter einem Holzzaun durch. Eine Stützmauer ohne Mörtel ist ein Paradies für Reptilien. Die Eidechsen sonnen sich auf den Steinen, den Winter verbringen sie in frostsicheren Hohlräumen im Innern der Mauer.

 

So? (Baumfreie Fläche?)

oder so? (oder schattenspendende Bäume?)


Zugegeben, hier gäbe es viel zu tun, um diesen leeren Platz in eine grüne Lunge zu verwandeln. Mit der Pflanzung von Bäumen kann viel für das Stadtklima getan werden. Sie bringen Abkühlung, reinigen die Luft und ganz nebenbei sind sie schön anzuschauen. Eichhörnchen bauen ihre Nester, die Kobel, in hohen Bäumen. Dass die jungen, frisch gepflanzten Bäume noch etwas kleiner sind, versteht sich von selbst. Bäume pflanzt man für Generationen...

 

Bilder linke Spalte: Pixabay

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